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Corona und die Branche: Moritz Anton, Kameramann

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Kameramann Moritz Anton, der zuletzt u.a. das Licht beim Kinohit "Das perfekte Geheimnis" setzte.


Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Kameramann Moritz Anton.

Wie behaupten Sie sich in der Corona-Krise?

Ich halte mich an die Empfehlungen der Regierung und versuche, das Beste aus dem Lockdown zu machen. Viele Filme und Serien gucken, wieder mal kochen und viel essen. Im Garten sein und zum großen Glück mit dem Hund spazieren gehen. Oft Hände waschen und trotz Kontaktverbot Wege finden, mit entfernter Familie und Freunden zu kommunizieren.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zu kämpfen?

Erstmal bin ich froh, dass "Das perfekte Geheimnis" seine Kinoauswertung noch erleben durfte. Gleichzeitig tut es mir sehr leid, wie Filmschaffende aller Gewerke, Produktionen und Kinobetreiber durch Corona nun in Schwierigkeiten geraten. Ich habe Anfang des Jahres glücklicherweise wie geplant einen "Tatort"-Weimar ("Tatort: Der feine Geist") beenden können. Der Dreh verlief sehr friedlich. Corona schien weit weg. Weimar war wie eine idyllische Blase. Den Beginn der Pandemie spürten wir dort erst an den letzten Drehtagen. Das restliche Jahr ist jetzt nicht so einfach zu kalkulieren. Privat geht es mir vermutlich wie vielen Menschen: Man sorgt sich weniger um sich selbst, als um Eltern oder Risikopatienten aus dem Freundes- und Familienkreis. Ich bin momentan sehr gesund und es fällt mir nicht schwer, den entstandene Raum zu füllen. Man diskutiert viel mit Kolleginnen und Kollegen über Perspektiven im Filmgeschäft.

Wann, hoffen Sie, wird das Geschäft normal weitergehen können?

Ich würde mich freuen, dieses Jahr zumindest noch bei einem interessanten Film Kamera machen zu können. Wirtschaftlich wird es für viele in der Branche so existentiell, dass ich mir wünsche, dass man bald Möglichkeiten findet, so zu drehen, dass niemand gefährdet wird. Es heißt ja, vielleicht könne es im Spätsommer oder Herbst wieder weitergehen. Wir müssen wohl abwarten, was die Experten entscheiden. Ich befürchte aber, dass der Normalzustand in der Branche und der Gesellschaft erst wieder erreicht wird, wenn es einen Impfstoff gibt. Bis dahin müssen wir durchhalten, uns gegenseitig unterstützen und eine Menge Formate gucken, die mit der Webcam gedreht wurden.


16.04.2020 14:17 • von Barbara Schuster

Quelle: http://beta.blickpunktfilm.de/details/449782




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